Green Printing

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Green Printing: Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wichtige Themen – auch im Druckbereich

Durch die neue Zertifizierung „Green Stand“ für den Messebau, aber auch durch den anhaltenden Trend im gesamten Live-Marketing werden umweltfreundliche Produkte vermehrt nachgefragt. Plakativ Werbetechnik GmbH ist hier Vorreiter und Mitglied der Arbeitsgruppe „Green Stand“ der I.M. Austria.

Die I.M. Austria und Plakativ Werbetechnik GmbH haben für Sie die interessantesten Fragen zu diesem Thema zusammengestellt!

Welche Trends und Entwicklungen sind im Bereich Maschinen im großformatigen Digitaldruck mittel- und langfristig zu erwarten?

Der Trend im Maschinenbereich geht eindeutig in Richtung ökologisch unbedenklicher Verfahren wie dem Latexbereich. Es ist auch feststellbar, dass im Bereich der Maschinen – abgesehen vom Druckverfahren – alle Hersteller starken Fokus auf Reduzierung des Farbverbrauchs, auf Senkung der Betriebskosten und umweltfreundlichere Technik setzen. Der Solvent-Bereich geht immer weiter zurück und die neuen Maschinengenerationen konzentrieren sich auf andere Druckverfahren bzw. Tinten.

Welche Trends und Entwicklungen sind im Bereich Materialien und Tinten im großformatigen Digitaldruck mittel- und langfristig zu erwarten?

Im Bereich Material muss die Unterscheidung zwischen Trägermedien und anderweitigem Produktionsmaterial wie Tinten udgl. gemacht werden. Plakativ Werbetechnik ist schon seit Monaten an vorderster Front mit mehreren Herstellern in Verbindung und hat sich im Laufe der Zeit ein – nahezu – komplettes Portfolio an „grünen“ Produkten im Bereich Druckmedien aufgelegt. Generell ist ein Trend erkennbar, dass – analog zu den Maschinen – auch im Materialbereich der Umweltgedanke stärker zum Vorschein tritt.

Inwieweit ist ein komplett umweltschonender bzw. ökologisch nachhaltiger Druckprozess realistisch – Stichwort „Green Printing“? 

Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Hersteller und Zulieferer im Bereich Druck- und Werbetechnik umweltschonende Materialien auf den Markt bringen, ist ein Wandel im Markt hin zu ökologisch nachhaltigen Produkten definitiv möglich, jedoch müssen Anreize für Unternehmen geschaffen werden auch diesbezüglich ihre Beschaffungsvorgänge zu gestalten. Da Nachhaltigkeit ja nicht an der Auslieferungsrampe des Druckers endet, hat Plakativ auch hier den Weg zu Ende gedacht und ist in der Lage gemeinsam mit dem Kunden Strategien zur Rücknahme von Materialien zu entwickeln und diese Rücknahmen auch einem adäquaten Recyclingprozess zuzuführen.

Welche Zertifizierungen machen tatsächlich Sinn? Welche Zertifizierungen sind „nur“ Marketing-Instrument? Welche Zertifizierungen hat Plakaitv Werbetechnik GmbH?

Die Frage nach dem Sinn einer Zertifizierung ist eine Grundsatzfrage. Der primäre Zweck der meisten Zertifizierungen ist sicherlich ein Positiver, aber die weit größere Frage ist, ob die Anforderungen der Zertifizierung auch aktiv gelebt oder nur beim Audit aus der Schublade gezogen werden um dann wieder in Vergessenheit zu geraten. Wir haben neben einigen produktbezogenen Zertifizierungen eine staatliche Auszeichnung erhalten. Im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben wir noch keine Zertifizierung, jedoch haben wir als Gruppe bereits Firmenevents als „Green Events“ zertifiziert durchgeführt. Wir sind auch bei Arbeitsgruppen mitinvolviert zur Entwicklung von Green Stands bei Messen und Ausstellungen. Summa summarum bemühen wir uns dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken so viel Rechnung zu tragen wie möglich, sind aber der Meinung, dass es dazu im Moment keine Zertifizierung braucht.

Inwieweit werden ökologisch nachhaltige Druckproduktion sowie aktiver Umweltschutz von den Kunden gefordert bzw. bestimmte Zertifizierungen und Maßnahmen gar als Standard erwartet?

Die Nachfrage nach ökologisch unbedenklicher Produktion und „grünen“ Produkten steigt an. Von einem Boom oder einem sprunghaften Anstieg kann aber nicht die Rede sein. Wir fungieren als beratender und produzierender Dienstleister, der hier gemeinsam mit den Kunden Möglichkeiten und Wege erarbeitet. Vorgeschriebene Anforderungen kommen eher selten vor und wenn dann nur bei größeren Kunden, Konzernen oder Events, die sich im Zuge einer gesamten Umweltpolitik der Nachhaltigkeit oder dem Umweltschutz verschrieben haben.

Wie schafft man als Druckunternehmen bzw. als Zulieferunternehmen den Spagat, ökologisch nachhaltig und trotzdem wirtschaftlich zu produzieren? 

Der Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließt sich langsam, da es immer mehr Lieferanten und Partner gibt, die den „grünen“ Gedanken in der Druckbranche aufgegriffen haben und aktiv daran arbeiten. Da aber im Bereich der nachhaltigen Produkte das Absatzpotential – sowohl für Druckunternehmen als auch für vorgelagerte Materialhersteller – im Moment noch weit hinter den klassischen Materialien hinterher hinkt, sind noch keine Skaleneffekte erreichbar. Daher ist auch der Erfolg dieser Produkte derzeit nur vereinzelt gegeben.

Inwieweit orientiert sich der Materialeinkauf bzw. am Materialverkauf in Ihrem Unternehmen (Papier, Farbe, Tinten, Folien, Netze) am Umweltschutzgedanken?

Neben der Investition in Latextechnologien haben wir auch Gespräche mit Lieferanten geführt, welche Substitute für klassische Trägermedien am Markt verfügbar sind und wie gemeinsame Vertriebs- und Marketingstrategien dafür aussehen können. Wie bereits erwähnt haben wir unserer Linie „Plakativ Werbetechnik Green Printing“ gelauncht. Auf Seite der Lieferanten werden großteils enorme Anstrengungen unternommen um Energieaufwand, Abfall und Emissionen zu reduzieren und damit auch schon am Beginn des Lebenszyklus eines Produktes der ökologischen Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen.

Inwieweit sind Kunden bereit, für ausgewiesene ökologisch nachhaltig produzierte Druckprodukte mehr zu bezahlen (Zertifikate, Verwendung bestimmter Druckverfahren, Verwendung bestimmter Materialien)?

Die Nachfrage nach „grünen“ Produkten befindet sich zwar im Steigen, jedoch fehlt noch eine Initialzündung am Markt, die im Sinne einer Umwegrentabilität (z.B. niedrigere Entsorgungskosten, Umweltprämien o.Ä.) die Mehrkosten in der Anschaffung für den Kunden ausgleicht bzw. den Druckunternehmen die Möglichkeit gibt das Preisniveau an den Markt anzupassen. Wir haben als gesamte Gruppe die letzten Monate verstärkt an einem nachhaltigen Produktportfolio und Möglichkeiten der internen Optimierung gearbeitet und konnten auch schon Erfolge mit dieser Green Printing Linie feiern.

Mehr Infos direkt bei Plakativ-Werbetechnik: www.plakativ-werbetechnik.at 

Hier können Sie die „Green Printing“ Präsentation direkt anfordern!

Bild: Peter Cibulka von Plakaitv Werbetechnik GmbH im Gespräch mit Leslie P.C. Zech, vor der Latex-Druckmaschine

2017-03-06T17:50:48+00:00