Studie: „Erlebnis-Messe“

//Studie: „Erlebnis-Messe“

Studie: „Erlebnis-Messe“

Der Begriff „Erlebnis“ prägte die Eventszene in den letzten Jahren. Der Faktor „Erlebnis“ wird auch auf Messen immer wichtiger. In Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule der populären Künste und der ITB Berlin hat die AUMA eine Studie zum Thema „Erlebnis Messe“ durchgeführt.

Das Ergebnis der Studie setzt sich aus 533 Fragebögen (aus den Jahren 2017 und 2018) und neun qualitativen Experteninterviews zusammen und untersuchte, was Menschen auf Messen mögen.

Theoretische Grundlage der Studie

Emotion, Kognition und Autonomie sind Dimensionen, anhand derer der Begriff Erlebnis definiert wurde. Im Zentrum dieses Spannungsfeldes steht der Besucher. „Erlebnis Messe“ bezieht sich auf das Einzigartige und die Ansprache auf mehreren Sinn- und Sinnesebenen.

Autonomie: Die Bedürfnisse der Besucher umfassen ausreichend Platz, eine für sie als angenehm empfundene Zeittaktung, die Möglichkeit zu pausieren (räumlich und zeitlich) und zu reflektieren sowie ein autonomes Vorgehen. Das positive Messeerlebnis kann hier von Standbau, Standkommunikation, aber auch dem gesamten Messeaufbau beeinflusst werden.

Emotion: Zusätzlich tragen Momente der Unterhaltung und des Flow-Erlebens zu einem als positiv wahrgenommenen Messebesuch bei.

Kognition: Diese Dimension bezieht sich auf soziale Orientierung und die individuelle Orientierung im Wissensfeld der Messe.

Ergebnisse

Kommunikation (vor der Messe, auf der Messe, nach der Messe –mit Messethemen, Themenergänzungen, Hinweisen, Überraschungen, Gamification-Aspekten, Nutzenaspekten, …) und deren passgenaue Umsetzung sind ein zentraler Punkt für ein gelingendes Messe-Erlebnis. Es handelt es sich um Erwartungsmanagement auf allen Ebenen (Messe zu Ausstellern, Aussteller zu Besuchern, Externe Andere zu und mit allen).

Der Faktor Erlebnis wird für Besucher als Gesamtatmosphäre empfunden. Wichtige Faktoren des „Erlebnisses“ sind Sinn und Genuss. Um diese Ankerpunkte umsetzen zu können, sollen Messen verstärkt an den Freizeitmarkt anschließen. Technische Inszenierung ist hierbei weniger bedeutend, als das gemeinsame Erleben von Technik und die damit verbundene geteilte Begeisterung.

Ein zentraler Punkt des Messebesuches ist die Wissensvermittlung. Die Studie legt nahe, Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten auf spielerische und auf Exploration ausgerichtete, didaktische Art zu vermitteln.

Der Besucher benötigt eigene Freiräume, um einerseits Ruhe und Entspannung herzustellen, andererseits jedoch auch keine motorische Einengung zu verspüren und selbstständig handeln und bewegen kann. Während Ruheräume durchaus in der Praxis aufzufinden sind, ist der Bereich der Motorik bisher kaum Gegenstand der Planung.

Nähere Informationen und Download der Studie finden Sie hier (Management-Review). Den umfassenden Scientific Report finden Sie hier.

2018-11-09T12:19:07+00:00